… erstrahlt der Laden dieser Tage. Neu gestrichene Wände und Türen schenken uns Licht und Luft, wenn schon das Wetter nicht richtig mitspielen mag in diesem launischen Sommer. Das absolut neutrale Reinweiß ist natürlich bei der Auswahl von Make up-Farben von großem Vorteil. Außerdem gab uns das Gelegenheit, wieder mal so richtig dem Kitsch zu frönen:
Lange genug haben die Papierlampen aus dem beliebten schwedischen Möbelhaus an der Fürther Stadtgrenze treu ihren Dienst versehen, nun tauchen sie wieder ab in den ewigen Kreislauf des Recyclings. Das Krönchen an der Decke sind neuerdings (echte!) Stucklampen, die den Blick nach oben lohnend machen, sofern man nicht gerade Farbe auf den Wimpern hat.
Um das Ornament über der Lampe im großen Kosmetikraum musste ich frei Hand zwei konzentrische (oder auch nicht…) güldene Kreise an die Decke pinseln, des alten Hintergrunds wegen. In mehreren Schichten, weil flüssiger Lack die nervtötende Eigenschaft hat, nach unten in den Pinsel zu fließen statt gefälligst an die Decke und Metallic-Lacke anscheinend erst etwa ab der dritten Schicht nicht mehr komplett durchsichtig sind. Diese ermüdende Arbeit gegen die Erdanziehung und ohne gescheiten Überblick nötigte mir außer einem höllischen Muskelkater im Hals den höchsten Respekt vor jedem Lüftlmaler ab – und noch viel mehr vor all den alten Meistern, die diese unglaublichen Deckenfresken in Kirchen und Schlösser gezaubert haben!