Selbst Puristen und Arbeitstiere mit kurzen Fingernägeln überkommt doch ab und zu mal die Lust, Nagellack an den Händen zu tragen, und sei es eine der klassischen Nichtfarben „French Nude”, „Pulp Fiction Dunkelrot” oder cooles „New York Greige”. Das ist so das Maximum an Farben, das ich an mir selbst länger als 24 Stunden aushalten könnte, passt ja auch zu allem.
Mehr Farben für mein Experiment habe ich mir auch noch nicht bestellt, da die neuen UV-Lacke nicht eben billig sind. Aber dafür sollen sie drei Wochen lang perfekt halten! Das will ich doch mal sehen, denn von meinen Nägeln verabschiedet sich der Lack normalerweise nach spätestens einem Arbeitstag.
Fürs Erste also „New York Greige”. Ich fühle mich ein wenig, als hätte ich einen Bund mit dem Teufel geschlossen, wie ich da streng nach Anleitung die Nägel mit immer neuen Flüssigkeiten bestreiche und in meinen funkelnagelneuen kleinen UV-Trockner schiebe. Ab und zu werden die Fingerchen schön warm dabei.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Neun perfekte Nägel, einen muss ich noch mal machen, weil der Lack ein paar Bläschen hat, das hält Madame Perfekt nicht aus. Dabei lerne ich ganz nebenbei, wie man den UV-Lack wieder abbekommt, und weil das bei weitem aufwändiger ist als bei normalem Lack, empfiehlt es sich, lieber gleich ordentlich zu arbeiten.
Der Lack fühlt sich ultraglatt an, glänzt wie Glas und ist superhart. Bin gespannt, wie die Nägel aussehen werden, wenn die ganze Pracht wieder runter kommt. Fortsetzung folgt in drei Wochen. Vielleicht hole ich mir bis dahin auch noch „Existentialisten Schwarz”…