… drei Wochen später

Drei Wochen sind also um. Hält der Lack, was er verspricht? Auf jeden Fall. Er glänzt bis zum Schluss, ist und bleibt kratzfest, löst sich ewig lang nicht ab und bricht auch nicht, obwohl ich absichtlich keinerlei Rücksicht genommen habe. Dennoch habe ich ihn fast jede Woche am hinteren Ende aufgefüllt, weil meine Nägel einfach zu schnell wachsen. Trotzdem, die Haltbarkeit ist sensationell. Auch die Tatsache, dass er so schnell trocknet, kommt der eiligen Frau sehr entgegen.

Mit der vorgeschriebenen Technik lässt sich der Lack problemlos entfernen. Die Nägel sind nicht verfärbt sondern schön hell, etwas rau, aber keineswegs weich oder brüchig, im Gegenteil, sie fühlen sich härter an als zuvor. Dass das nicht so bleiben wird, ist mir allerdings auch klar. Sobald sie wieder mit Wasser und Cremes in Berührung kommen, werden sie wieder weicher. Vorsichtig poliere ich sie mit einem Feilblock, fertig.

Die Nägel meiner Nachbarin, die nicht zwischendurch hat auffüllen lassen, weil das Nachwachsen ihrer Nägel durch den Nude-Ton, den sie gewählt hatte, nicht aufgefallen ist, hat ein paar Blessuren erlitten. Als Flugbegleiterin, meinte sie, würde sie ihre Nägel ja schließlich ganz schön strapazieren. Mit dem Entfernen kam sie bestens zurecht. Für sie ist das Ganze also eine schöne Lösung.

Fazit? Mir gefällt dieses neue Spielzeug sehr gut. Ich würde allerdings „bis zu drei Wochen” sagen. Und man sollte sich gut überlegen, welche Farbe man drei Wochen lang sehen kann. Die meisten meiner Kundinnen bevorzugen den Nude-Ton. Ich war mit meinem „New York Greige” höchst zufrieden. Ein bisschen graute mir vor dem Entfernen, das, wenn man es selbst macht, insgesamt beinahe dreißig Minuten in Anspruch nimmt. Aber es geht wirklich gut und man kann ja nebenher ein gutes Buch lesen, um nicht zuviel Lebenszeit so einem banalen Zweck zu opfern.

Gestern noch hatte ich den Plan, die Nägel mal eine Weile pur zu lassen. Aber gerade denke ich mir, „Pulp Fiction Dunkelrot” wäre doch eine Option…